Günstigeren Zins sichern — Alle Strategien auf einen Blick
Der Zinssatz ist der wichtigste Kostenfaktor der Anschlussfinanzierung. Diese Strategien helfen Ihnen, systematisch den günstigsten Zins zu erzielen.
Hebel 1: Beleihungsauslauf senken
Jede Stufe (80% → 75% → 60%) bringt eine bessere Zinsklasse. Maßnahmen:
- Immobilienwert neu bewerten lassen (oft gestiegen)
- Sondertilgung vor Ablauf der Zinsbindung
Hebel 2: SCHUFA-Score verbessern
Aktionsplan für 12 Monate vor der Anschlussfinanzierung:
- SCHUFA-Selbstauskunft holen und Fehler korrigieren
- Kleine Ratenkredite ablösen
- Keine neuen Kreditanfragen stellen
Hebel 3: Konditionen vergleichen
Mindestanforderung: 3 Angebote einholen
- Hausbank (Prolongation)
- Interhyp oder Dr. Klein (Vermittler)
- ING oder DKB (Direktbank)
Hebel 4: Zinsbindung strategisch wählen
Kurze Zinsbindung (5 Jahre) hat niedrigeren Zins — aber höheres Zinsrisiko. Abwägen:
- Hohe Restschuld + unsichere Zinsen → lange Bindung (15–20 Jahre)
- Niedrige Restschuld + sinkende Zinsen → kurze Bindung (5–10 Jahre)
Hebel 5: Verhandeln
Fast jede Bank hat Spielraum. Mit einem Konkurrenzangebot als Verhandlungsbasis sind 0,1–0,2 % Reduktion realistisch.
Hebel 6: Tilgung erhöhen
Manche Banken bieten bei höherer Tilgung (3–4 %) leicht bessere Zinsen — weil das Risiko schneller sinkt.
Der Vergleich mehrerer Anbieter bringt typischerweise den größten Effekt (0,2–0,5 %). Gefolgt von niedrigem Beleihungsauslauf (0,1–0,3 %). Beide Hebel zusammen können 0,3–0,8 % Zinsersparnis bringen.