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Umschuldung der Anschlussfinanzierung: So sparen Sie bis zu 15.000 €

Wer bei Ablauf der Zinsbindung zur günstigsten Bank wechselt, zahlt im Schnitt 4.200 € weniger über 10 Jahre — ohne höheres Risiko.

Ø 4.200 € Ersparnis
über 10 Jahre vs. Prolongation
150 – 300 €
einmalige Wechselkosten (Grundschuld)
4–8 Wochen
typische Bearbeitungszeit

Definition

Was bedeutet Umschuldung?

Umschuldung bei der Anschlussfinanzierung bedeutet: Sie verlängern nicht bei Ihrer bisherigen Bank (Prolongation), sondern wechseln zu einem anderen Kreditinstitut mit günstigeren Konditionen. Die eingetragene Grundschuld wird abgetreten oder gelöscht und neu eingetragen — ein einmaliger Aufwand mit überschaubaren Kosten.

Die Umschuldung ist sinnvoll, wenn Ihre bestehende Bank nach Verhandlung mehr als 0,15–0,20 Prozentpunkte über dem günstigsten Marktangebot liegt. Bei einer Restschuld von 200.000 € und 10 Jahren Laufzeit bedeutet jeder gesparte Prozentpunkt rund 20.000 € weniger Zinsaufwand — die Abtretungsgebühr von 300 € relativiert sich sofort.

Anleitung

Umschuldung in 5 Schritten

1
Ablaufdatum der Zinsbindung ermitteln
Schauen Sie in Ihren Kreditvertrag: Wann endet die Zinsbindung? Notieren Sie das Datum und planen Sie rückwärts. Starten Sie spätestens 3 Monate vorher, idealerweise 6–12 Monate.
2
Restschuld und aktuelle Rate klären
Fordern Sie bei Ihrer Bank eine aktuelle Restschuldauskunft an. Sie brauchen: Restschuld zum Ablaufdatum, aktueller Zinssatz, monatliche Rate. Diese Zahlen sind Basis für den Angebotsvergleich.
3
Mindestens 3 Vergleichsangebote einholen
Nutzen Sie Interhyp (500+ Bankpartner), Dr. Klein (persönliche Beratung) und Baufi24 (digital-schnell). Alle drei arbeiten kostenlos und vergleichen hunderte Anbieter. Jedes Angebot nennt Zinssatz, effektiven Jahreszins, Monatsrate und Sondertilgungsrechte.
4
Umschuldungsantrag stellen
Haben Sie das günstigste Angebot ausgewählt: Antrag stellen, Unterlagen einreichen (Einkommensnachweise, Grundbuchauszug, Objektdaten). Die neue Bank übernimmt die Koordination der Grundschuldabtretung von der alten Bank.
5
Grundschuldabtretung und Abschluss
Die Grundschuld wird abgetreten (150–300 €) oder neu eingetragen. Nach Ablauf der alten Zinsbindung fließt das Geld automatisch: Alte Schuld wird abgelöst, neue Ratenzahlung beginnt — geringere Monatsrate, mehr finanzieller Spielraum.

Kosten

Was kostet die Umschuldung?

Kostenposition Typische Kosten Wer zahlt / Wann
Grundschuldabtretung 150 – 300 € Sie, einmalig. Alte Bank tritt Grundschuld an neue Bank ab — kein Notar nötig.
Löschung + Neueintragung (selten nötig) 300 – 800 € Nur wenn Abtretung nicht möglich. Notarkosten abhängig von Grundschuldhöhe.
Bearbeitungsgebühr neue Bank 0 € Seriöse Vermittler und Direktbanken berechnen keine Bearbeitungsgebühr.
Vorfälligkeitsentschädigung 0 € Fällt nicht an, wenn die Zinsbindung regulär ausläuft. Nur bei vorzeitiger Kündigung relevant.
Vermittlungsgebühr 0 € Interhyp, Dr. Klein, Baufi24 — alle verdienen durch Bankprovision. Für Sie kostenlos.

In der Praxis entstehen Ihnen meist nur 150–300 € für die Grundschuldabtretung. Diese amortisieren sich bei 0,2 % Zinsersparnis auf 200.000 € bereits nach 3 Monaten.

Kalkulation

Ersparnis berechnen: Alt-Zins vs. Neu-Zins

Umschuldungs-Sparrechner
%
%
Zinsersparnis / Monat
Ersparnis / Jahr
Gesamtersparnis Zinsbindung

Zinsersparnis mit Amortisierung berechnet (2 % Tilgung angenommen). Wechselkosten (~300 €) amortisieren sich binnen Monaten.

Indikativrechner — ohne Gewähr. Genaue Konditionen abhängig von Bonität und Immobilienwert.

Marktübersicht

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Wann sich eine Umschuldung NICHT lohnt

  • Die Zinsbindung läuft noch länger als 6 Monate und Sie wollen jetzt wechseln — dann fällt Vorfälligkeitsentschädigung an (oft mehrere tausend Euro).
  • Die Zinsdifferenz zum Marktbesten liegt unter 0,1 % und die Restlaufzeit ist kürzer als 5 Jahre — dann übersteigen Wechselkosten den Vorteil.
  • Ihre Bonität hat sich seit dem Erstkredit deutlich verschlechtert (z. B. durch Jobverlust) — die neue Bank bietet möglicherweise schlechtere Konditionen.
  • Der Beleihungsauslauf der Immobilie liegt über 80 %, weil der Wert gesunken ist — das verschlechtert den verfügbaren Zinssatz.
  • Sie planen, die Immobilie in den nächsten 2 Jahren zu verkaufen — eine lange Zinsbindung mit Vorfälligkeitsrisiko ist dann ungünstig.

Häufige Fragen

FAQ zur Umschuldung

Was bedeutet Umschuldung bei der Anschlussfinanzierung?
Umschuldung bedeutet, dass Sie Ihren Immobilienkredit nach Ablauf der Zinsbindung nicht bei der bisherigen Bank verlängern, sondern zu einem anderen Kreditinstitut mit besseren Konditionen wechseln. Die eingetragene Grundschuld wird dabei abgetreten oder gelöscht und neu eingetragen.
Was kostet eine Umschuldung der Anschlussfinanzierung?
Die wichtigsten Kostenpunkte: Grundschuldabtretung 150–300 €, ggf. Notarkosten bei vollständiger Löschung und Neueintragung. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt nicht an, wenn die Zinsbindung regulär ausläuft. In den meisten Fällen amortisieren sich die Wechselkosten innerhalb weniger Monate.
Wie lange dauert eine Umschuldung?
Planen Sie 4 bis 8 Wochen ein. Antrag, Bonitätsprüfung, Grundschuldabtretung und ggf. Notartermin brauchen Zeit. Starten Sie den Prozess spätestens 3 Monate vor Ablauf der Zinsbindung.
Wann lohnt sich eine Umschuldung nicht?
Eine Umschuldung lohnt sich nicht, wenn: die Restlaufzeit unter 3 Jahren liegt und die Zinsdifferenz unter 0,1 % beträgt, wenn noch eine laufende Zinsbindung besteht (dann Vorfälligkeitsentschädigung), wenn Ihre Bonität sich deutlich verschlechtert hat oder wenn der Immobilienwert stark gesunken ist.
Brauche ich eine neue Schufa-Prüfung bei der Umschuldung?
Ja. Die neue Bank prüft Ihre Bonität wie bei einem Erstkredit — Schufa-Score, Einkommen, Beschäftigung. Da Sie aber bereits jahrelang pünktlich getilgt haben, ist Ihre Kreditwürdigkeit in der Regel sehr gut. Banken stufen langjährige Zahler als geringes Risiko ein.

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